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Kaminöfen und Feinstaub

Zunächst etwas das Sie vielleicht überraschen wird: es gibt keine Pflicht für den Einbau von Feinstaubfiltern in neue Öfen!

Im Rahmen der BImSCHV wurden nur neue Obergrenzen für alle neu verkauften Öfen ab 2011 bzw. 2014 festgelegt. Das ist alles. Es wurde den Herstellern überlassen wie sie diese Werte erreichen. Ob jemand seine alten Brennräume behält und  z.B. Feinstaubfilter aus "offenporigem Schaumkeramikfilter" einbaut oder ob er gleich neue Brennräume konzipiert blieb und bleibt jedem Hersteller selbst überlassen. 

Letztlich geht es immer und ausschließlich nur um das Einhalten klar definierter Abgaswerte.
Wenn Sie Öfen technisch vergleichen möchten so geht das in der Rubrik "Technische Werte". Achten sie speziell auf die Begriffe Feinstaub und Wirkungsgrad.

Aktuelle Feinstaubwerte feststellen

HKI Cert Logo

Der HKI - (Industrieverband Haus-, Heiz- und Küchentechnik e.V.) bietet seinen Mitgliedern (u.a. Herstellern von Kamin- und Pelletsöfen) die Möglichkeit die Datenblätter aller seiner Produkte in einer Datenbank einzustellen.Wenn Sie das nachstehende Bild anklicken gelangen Sie auf die Seite des Verbandes. Geben Sie den Hersteller ein sowie das Modell und Sie erhalten sofort die gewünschte Information. 

Wenn Sie Ihren Favoriten nicht gefunden haben schreiben Sie uns eine Email oder rufen Sie uns an. Wir holen gerne die gewünschte Information ein und senden Sie Ihnen.

Wann müssen Sie alte Öfen austauschen?

Bei sehr alten Öfen für feste Brennstoffe (z.B. Kohleöfen) weiß man oft nicht, wieviel Staub emittiert wird. Staubmessungen waren früher nicht üblich bzw. nicht möglich. Wahrscheinlich aber tragen diese sehr alten Öfen zu mehr als 70% zu den Gesamtemissionen aller Öfen bei.

Deshalb gilt folgende Übergangsregelung für alte Öfen:

Kaminöfen, die vor dem Inkrafttreten dieser Verordnung (BimSCHV, gültig seit März 2010 ) errichtet und in Betrieb genommen wurden, dürfen nur weiter betrieben werden, wenn nachfolgende Grenzwerte nicht überschritten werden:

  • Staub: 150 mg/Nm³
  • CO:    4.000 mg/Nm³

Der Nachweis über die Einhaltung der Grenzwerte kann wie folgt geführt werden:

  • durch Vorlage einer Prüfstandsmeßbescheinigung des Herstellers
  • durch eine Messung durch einen Schornsteinfeger

    Kann ein Nachweis über die Einhaltung der Grenzwerte bis einschl. Dez. 2013 nicht geführt werden, sind bestehende Kaminöfen in Abhängigkeit des Datum auf dem Typenschild zu folgenden Zeitpunkten mit einer Einrichtung zur Reduzierung der Staubemissionnen  nach dem Stand der Technik nachzurüsten oder außer Betrieb zu nehmen.

    Zeitpunkt der Typenprüfung
    (lt. Typenschild)
    Zeitpunkt der Nachrüstung bzw. Außerbetriebnahmen
    bis einschl. 31.12.1974 oder Jahr der Typenprüfung nicht mehr feststellbar 31.12.2014
    01.01.1975 - 31.12.1984 31.12.2017
    01.01.1985 - 31.121994 31.12.2020
    01.01.1995 - 21.03.2010 31.12.2024


    (Tabelle 2: Quelle: Erste Verordnung zur Durchführung des Bundesimmisionschutzgesetzes_BIMSCHV)

    Von Folgemaßnahmen betroffen sind zunächst also nur Öfen die älter sind als 35 Jahre!!

    Nachweise für den Kaminkehrer

    Jeder Kaminofen besitzt auf der Rückseite ein Typenschild auf dem alle Daten eingraviert sind. Diese Daten übernimmt der Kaminkehrer in sein Abnahmeprotokoll bei seiner Feuerstättenschau zu Beginn der Inbetriebnahme des Kaminofens. Sie erhalten von ihm ein schriftliches Protokoll der Abnahme, damit ist der dauerhafte Betrieb gewährleistet

    Katalysatoren bzw. Filterkonzepte

    Seit nun einigen Jahren gibt es Systeme die man auch nachträglich einbauen kann.

    Hier nur einige Beispiel: