Unabhängig - Wärmen. Kochen. Backen.

Was Ihnen (Ofen)-Händler oft nicht sagen.

1. Kaufen Sie bei einem Unternehmen dem Sie Vertrauen!

Geschäfte finden immer zwischen Menschen statt. Ob Sie dabei im Geschäft stehen oder auf einer Internetseite spielt dabei keine Rolle. Kommunizieren Sie und verschaffen Sie sich einen emotionalen Eindruck von dem Unternehmen dessen Produkte Sie interessieren. Vertrauen Sie ihrem Gefühl. Wissenschaftler bestätigen: 80% - 90% aller Entscheidungen werden ohnehin emotional getroffen.

2. Achten Sie auf das Interesse und das Engagement des Unternehmens!

Wie schnell und umfangreich fallen die Antworten aus, wenn Sie z.B. per Email anfragen. Erhalten Sie nicht innerhalb eines oder zweier Arbeitstagen Antwort, so kann es mit dem Kundenservice dieses Unternehmens nicht weit her sein. Ein Internetgeschäft ist auch nichts anderes als eine Filiale. Gefällt Ihnen das Telefonat oder die Beratung vor Ort nicht – kaufen Sie woanders. Es gibt genug Möglichkeiten.

3.Kaufen Sie das was Ihnen gefällt.

Gute Öfen sind wie Möbelstücke. Sie müssen 20 Jahre und länger in Ihre Wohnung passen. Überlegen Sie, ob Stahl, Speckstein, Naturstein oder Kacheln am besten passen. Fertig oder gemauert. Soll er speichern, oder an die Heizung angeschlossen werden. Welcher Ofen-Typ sind Sie? Haben Sie z.B. Spaß am Holz machen. Wollen Sie ständig Feuer sehen? Wie soll die Speicherfähigkeit sein und was möchten Sie ausgeben usw.. Wenn Sie noch nicht wissen was Sie möchten, helfen wir Ihnen gerne weiter.

4.Hochwertige Kaminöfen bieten nahezu die gleichen Standards!

Namhafte Hersteller bieten nahezu gleiche technische Eigenschaften, die durch entsprechende DIN oder CE Zeichen ausgedrückt werden. Wenn diese Voraussetzungen vorhanden sind, können Sie getrost ihrem Geschmack und Geldbeutel vertrauen. Ausnahmen bilden nur spezielle Modelle für besondere wie z.B. wassergeführte Kaminöfen.

5.Ofenaufbau durch Fachfirma oder selbst machen?

Das Aufstellen und saubere Anschließen eines Kaminofens ist in knapp einem halben Tag geschehen. Wenn der Kamin schon über einen Anschluß verfügt wird dort nur das entsprechende Rohr reingesteckt. Ein neuer Anschluß erfolgt durch eine Kernbohrung. Das kann im Grunde jeder handwerklich begabter Hausbesitzer. Man muß dabei nur die entsprechenden Vorschriften des Kaminherstellers berücksichtigen. Kernbohrgeräte kann man sich heute bei jedem Baumarkt ausleihen.  Wer den bequmen Weg gehen möchte, beauftragt eine Fachfirma. Die Kosten für den Anschluß liegen zwischen 300 - 500,- Euro je nach Modell.

6.Meiden Sie Unternehmen von den Sie Negatives hören!

Wenn Sie von einem Unternehmen schon Negatives gehört haben, hat das meist eine Ursache. Viele unzufriedene Kunden, die ähnliches berichten, kann bedeuten, daß es sich hierbei nicht um Einzelfälle sondern um eine Strategie handelt, bei der in Kauf genommen wird, Kunden zu übervorteilen. Wenn Sie dort erst gar nicht hingehen, müssen Sie später keinen Verbraucherschutz und auch kein Interessensgruppen besuchen um Ihr Recht zu kriegen. Halten Sie sich fern - dort kriegen Sie auch nichts geschenkt.

7.Achten Sie auf die Preisauszeichnung der Öfen 

In Deutschland besteht eine Auszeichnungspflicht! Alle ausgestellten Waren in einer Ausstellung sind mit einem Preis zu versehen! Fehlt der Preis auf der Ware, und werden von Haus aus 20% oder 30% angeboten, ist Vorsicht geboten.
Meist taxiert Sie der Verkäufer welcher „Rabatt-Kunden-Gruppe“ Sie angehören. Sind Sie, seiner Meinung nach, der "20 Prozent-Typ", schlägt er vorher diesen Nachlass auf den regulären Verkaufspreis auf. Sie zahlen trotz eines hohen Rabatts den vollen Kaufpreis.
Wir meinen: unseriös! Da ist es bequemer im Internet zu surfen, Emails zu schreiben und so die Preise zu vergleichen. Da wird man dann wenigstens nicht gleich krumm angeredet und hat ein faires Angebot.

8.Schnäppchen

Ein beliebtes Spiel ist auch das mit den Schnäppchen. "Ich hab nur noch einen Ofen zu diesem Sonderpreis am Lager, Sie müßten aber sofort kaufen sonst ist er weg“.
Vergessen Sie es! Wirkliche Schnäppchen bekommt man nur wenn der Anbieter unbedingt verkaufen will. Der Spruch „wer zu spät kommt den bestraft das Leben“ trifft  beim Kauf eines Kaminofens nicht zu.
Nur im Sommer, wenn die Kollektionen wechseln, die Ausstellungen renoviert werden, neue Öfen ausgestellt werden kann man die alten Ausstellungsstücke zu wirklichen Schnäppchenpreisen erhalten - alles andere sind laufende Sonderangebote, die man immer wieder bekommen kann. Lassen Sie sich also nichts vormachen - Sie entscheiden wie eilig Sie es haben.

9.Der Rabatt...eine unendliche Geschichte

Können Sie sich vorstellen, morgen zu Ihrem Chef zu gehen und ihm zu sagen, daß Sie im nächsten Monat für 20% oder 30% weniger Gehalt bei ihm arbeiten würden?
Sicher nicht. Da stellt sich doch die Frage warum soll ein Händler so was machen? Wenig verdienen und mehr leisten? Das würden Sie nicht machen und er macht es normalerweise auch nicht.
Billiger verkaufen geht nur mit geringeren Kosten, z.B. via Internet. Da sind die Kosten geringer, der Einzugsbereich größer und der Service Aufwand geringer. Durch die Optimierung von Ausstellung (Darstellung), Vertriebs- und Transportwege entstehen echte Kostenvorteile die an den Kunden weiter gegeben werden können.
Leider muß man davon ausgehen, dass wie an anderer Stelle schon erwähnt, immer dann dann, wenn von Haus auf 20, 30, 40 oder gar 50% Rabatt ( wie in anderen Branchen) angeboten werden, diese Nachlässe vorher in den Preis einkalkuliert sind.

10. Kaufen im Internet? - Kein Problem! - Aber aufgepaßt!

Wenn Sie bis hierher gelesen haben wissen Sie um was es geht. Es spielt keine Rolle mehr ob Sie vor Ort im Fachgeschäft kaufen oder im Internet bestellen. Im Fachgeschäft ansehen und im Internet bestellen. Warum nicht? Wenn ein Unternehmen ihr Vertrauen erworben hat ist es egal. Wenn Sie an dem Angebot irgendeinen Hauch von Zweifel haben - kaufen Sie lieber nicht. Niemand verschenkt was - wenn etwas wirklich billig ist, ist meist nichts wert.
Ein Kunde rief uns an und wollte wissen, warum sein Internetverkäufer ihn jetzt, da er eine Reklamation hat, an den Hersteller verweist. Der Händler verkaufte zwar den Ofen übers Netz, lehnte aber dann die Gewährleistung ab. Das geht zunächst mal gar nicht. Zwischen Anbieter und Kunde entsteht ein Handelsvertrag, der vom Verkaufer zu erfüllen ist. Genau wie wenn Sie bei ihm im Laden stehen. Da gibt es rechtlich gar keinen Unterschied. In jedem Fall ist der Verkäufer der erste Ansprechpartner bei Problemen.

11. Achtung - unseriöse Anbieter in EBAY!

Immer wieder einmal werden sehr markante Kaminöfen von renomierten Herstellern mit bis zu 40% und mehr unter dem Listenpreis angeboten. Käufer solcher Angebote fallen nicht selten auf die Nase. Dem Anbieter geht es darum nur abzukassieren. Liefern will der überhaupt nicht, weil er gar nicht kann. Oftmals sind das keine Fachhändler, sondern Abzocker und somit schlicht unseriös.
Daher empfehlen wir auch bei EBAY einfach zu prüfen mit wem Sie es zu tun haben. Leider wollen viele Anbieter in EBAY schnell und mit wenig Aufwand viel Geld machen. Das zeigt auch die einschlägige Fachliteratur zu diesem Thema.

12. Achtung: Vorteile, Vorteile,Vorteile - ohne Beweis

Viele Verkäufer loben Ihre Produkt "über den grünen Klee". Seien Sie vorsichtig wenn ein Verkäufer nur Vorteile verspricht ohne Nachweise oder Referenzen anzuführen. Immer eine saubere Scheibe, immer den besten Abbrand, 18 Stunden Wärmespeicherung, der passt am besten zu Ihnen, die Farbe paßt super zu Ihrer Einrichtung usw.
Immer wenn ein Verkäufer ins Schwärmen gerät, ihnen Vorträge hält und einen Monolog führt - lassen Sie ihn einfach stehen. Er will Ihnen nur (s)ein Produkt aufdrängen. Ein interessierter Verkäufer, fragt Sie nach Ihren Wünschen. Sie sollen ja zufrieden sein und nicht der Verkäufer weil er eine hohe Provision erhält oder sein Chef zufrieden sein soll.

13. Modifizierte Leistungsdarstellung in Prospekten

Ein namhafter Hersteller bietet einen Kaminofen mit angeblich "hypomoderner Speichertechnik" an. Gesamtgewicht ca. 190 kg der die Wärme bis zu 18 Stunden abgeben soll?  Wie soll das funktionieren? Wir wissen, dass unsere Speicherkaminöfen mit ca. 550kg Wärme bis zu 12 Stunden abgeben können.  Wie kommt man also auf diese 18 Stunden?  Ganz einfach: in dem man die Messparameter ändert. Normalerweise sprechen wir von einer Wärmeabgabe immer dann, wenn die abgegebene Temperatur 10° über bestehender Raumtemperatur beträgt und zwar jeweils am Anfang und am Ende der Messstrecke. Der Werbe Trick besteht also nur darin, und das ist legitim, den Beginn und das Ende der Meßstrecke zu verlängern. Man beginnt mir der Wärmeabgabeaufzeichnung wenn man anheizt und beendet sie, wenn der Ofen wieder kalt ist, und somit ist die werbliche Aussage korrekt. Wir meinen aber: ziemlich unfair.

14. "Energiesparen ist oft teuer" so steht es heute in der Tageszeitung.

Eine Bank empfiehlt beim Neukauf einer älteren Immobilie zusätzlich einen fünfstelligen Betrag für Energiesparmaßnahmen einzuplanen. "Um ein Haus dieser Altersklasse auf einen modernen Energiestand heutiger Vorstellungen zu bringen, benötigt man mindestens 50.000,-- bis 70.000,-- Euro" sagen Energieberater. Neue Fenster, Wärmedämmung an der Fassade, neue Heizsysteme u.v.m. Bei einem Heizölpreis von aktuell ca. 0,95 Euro und einem Jahresbedarf von 2.500 beträgt der Gesamtaufwand fürs Heizen ca. 2.375,-- Euro. Je nach Heizöl-Einsparung beträgt die Amortisation bei der vollen Maßnahme 25 - 50 Jahre ! Soll das ein gutes Geschäft sein?
Unser Tip: Kaufen Sie sich einen Speicherkaminofen. Damit sparen Sie ebenfalls bis zu 30% und mehr an Öl oder Gas, wie unser Praxistest beweist. In der Gesamtrechnung amortisiert sich diese Anschaffung bereits nach 10 - 12 Jahren.

15. Kaminöfen sind - keine- Dauerbrandöfen

Dauerbrandöfen sind Schwelbrandöfen. Je nach Ofentyp werden ca. 10 kg Holz oder Kohle in den Feuerraum gegeben. Dieser Brennstoff wird dann über 12 Stunden langsam abgebrannt, eigentlich "abgeglüht". Hierfür ist eine ganz bestimmte Abbrandtechnik erforderlich.  Kaminöfen aber sind Zeitbrandöfen! Manche Verkäufer bezeichnen (ihre) Kaminöfen als Dauerbrandöfen. Sie meinen damit, daß man den Ofen dauernd, also 24 Stunden am Tag brennen lassen kann. Grundsätzlich ist das möglich, aber verschleißt dann der Ofen wesentlich schneller. Hersteller von Kaminöfen gehen grundsätzlich immer nur von einem Teilbetrieb von ca. 6 Stunden aus.Daher werden Kaminöfen immer als Zusatzheizung angeboten. Wenn Sie 24 Stunden Wärme haben wollen raten wir zu Speicherkaminofen. Mit Speckstein oder NatStone. Damit haben Sie bei nur 3 - 4x heizen rund um die Uhr wohlige Wärme.

16. Beratung und Kompetenz

In der letzten Zeit häufen sich Anfragen nach wasserführenden Systemen. Also Kachel-oder Kaminofen, sowie Heizkamin zum Anschluß an die Zentralheizung. Achtung: dies ist ein komplexes Thema und benötigt umfangreiches Fachwissen. Grundsätzlich eignen sich die meisten Systeme nur als - Zusatzheizungen - sie ersetzen nicht den Heizkessel im Keller. Wenn Sie Öl oder Gas komplett ersetzen möchten, benötigen Sie ein klares Konzept, nicht nur einen Ofen. Also: wenn Ihnen jemand sagt, alles kein Problem und ihnen sofort ein Angebot schreibt oder Sie zu einem Auftrag drängen will, gehen Sie - das gibt nur Ärger.

17. Setzen Sie immer nur eine Unterschrift unter einem Auftrag

Unterschreiben Sie einen Auftrag, der auf zwei Namen ausgestellt ist - nie gemeinsam. Wenn beide im Anschriftenfeld benannten Auftraggeber unterzeichnen, bestätigen Sie die Rechtmäßigkeit des Vertrages. Sollten Sie aus irgendwelchen Gründen vom Vertrag zurücktreten wollen, sind 50% Abstandssumme fällig - ob Sie den Ofen haben oder nicht. Sie werden erleben, daß Verkäufer die mit dieser Masche unterwegs sind, sofern der Begleiter / oder die Begleiterin die Unterschrift verweigert schnell das Interesse verlieren. Übrigens diese Praxis mit der Abstandsrechnung wurde höchstrichterlich bestätigt.

18. Unverbindliches Angebot wird durch Ihre Unterschrift sofort zum Auftrag

Das ist total perfide - der Kunde wird in dem Glauben gelassen er erhält ein unverbindliches Angebot, und soll nur zur Bestätigung, daß der Verkäufer wirklich mit einem Kunden sprach, unterschreiben. Dadurch ensteht sofort ein Kaufvertrag. Also Achtung: unterschreiben Sie nur etwas wenn Sie sich 100%ig sicher sind das im Vertrag benannte auch wirklich zu wollen. Wir meinen: unterschreiben Sie nie beim ersten Besuch. Die besten Entscheidungen fallen ohnehin immer dann, wenn man eine Nacht geschlafen hat. In seriösen Unternehmen unterschreibt das Angebot immer der Anbieter nicht der Kunde ! Meist: "mit freundlichen Grüßen"

19. Wann ist ein Speicherkaminofen ein Speicherkaminofen?

Ein Hersteller bietet einen Kaminofen mit einer Speichermasse von 130 kg und einer Wärmeabgabezeit von angeblich 15 Stunden als Speicherkaminofen an. Liest man die Bedienungsanleitung, stellt man fest, es handelt sich um einen 4 kW Ofen in dem man zunächst 9 kg Holz verbrennen muss, aber keinesfalls mehr als 1,3 kg pro Stunde! D.h. der Benutzer muss zunächst 7 Stunden permanent anwesend sein um ständig nachzulegen. Wie bitte? Nein, das ist kein Speicherkaminofen!

In einem wirklichen Speicherkaminofen werden ca. 6-9kg Holz in zwei oder drei Intervallen mit einigem zeitlichen Abstand abgebrannt, je nach Temperaturwunsch. Die Wärme wird in der meist zwischen 400 - 700 kg schweren Schamotte- oder Specksteinmasse gespeichert um dann über einen Zeitraum von bis zu 12 Stunden an den Raum abgegeben zu werden. Der jeweilige Abbrand erfolgt von ganz alleine, eine stündliche Zugabe ist nicht erforderlich.
Fazit: lassen Sie sich von Begriffen nicht irritieren - Wärmeabgabezeit ist nicht gleich Speicherzeit.

20. Das Problem mit der Garantie

"Wir gewähren 5 Jahre Garantie", bekommt man Hin und Wieder zu hören. Das klingt an sich ganz gut, aber wenn man sich dann die Garantieurkunde genau ansieht, so sind die "feuerberührten" Teile ausgeschlossen. Die Brennraumauskleidung (der Schamott / oder Vermiculite), die Scheibe, die Dichtungen. Also das was kaputt gehen kann ist nicht enthalten. Allerdings sind seriöse Hersteller meist kulant, wenn z.B. im ersten Jahr mal der Rost verbogen oder eine Schamotteplatte gerissen ist. Allerdings hat der Kunde keinen Rechtsanspruch darauf, denn bei der Garantie handelt es sich um eine freiwillige Zusage, die nach eigenem Ermessen des Herstellers formuliert werden kann. Gesetzlich geregelt sind die 2 Jahre Gewährleistung. Im übrigen kann jeder durch sein Heizverhalten dazu beitragen den Renovierungsanteil in Grenzen zu halten.

21. Alle Jahre wieder

Im Sommer findet man immer wieder Anzeigen in denen Kaminöfen mit 40%, 50% oder gar 60% Rabatt angeboten werden. Lassen Sie sich keinen Sand in die Augen streuen. Prüfen Sie auch diese Angebote genau. Was hier versucht wird ist, wie schon im Punkt 9 beschrieben, den Kunden glauben machen zu wollen, er kaufe besonders günstig. Dabei wurde vorher mal wieder kräftig hochgezeichnet um dann einen möglichst hohen Rabatt zu verkaufen. Denn um das geht es. Im Grunde kauft der Kunde bei solchen Angeboten kein Produkt sondern den Rabatt, den angeblichen Preisvorteil. Gerade hier sollte man kritisch Vorher und Nachher vergleichen. Meist scheuen sich aber die Verkäufer den alten (regulären) Preis zu nennen. Und einen neutralen Vergleich hat der Kunde ohnehin nicht, da es sich oft um Eigenmarken handelt, die nur bei diesem Händler zu finden sind.

22. Wassertauscher auf alte Kachelofeneinsätze - Vergessen Sie es!

Wasseraufsatzgeräte auf Kachelofeneinsätze erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Aber Achtung: ein Aufsatzgerät auf einen alten, 15 - 20 Jahre alten Heizeinsatz macht überhaupt keinen Sinn. Selbst wenn der alte Brenner 10kW Leistung haben sollte, ist die Technik veraltet. Gute Wassertaschen haben 10 kW und brauchen einen Brenner, der nach "heutigen Maßstäben" mindestens 11- 12 KW Leistung bringt und einen Wirkungsgrad von ca. 70 - 80% vorweist. Leider sind manche Handwerker schnell bei der Sache, nach dem Motto, das geht schon, nur um den Auftrag zu kriegen und die Kosten gering zu halten. Aber am Einsatz, dem Herzstück des Ofens, sparen ist der falsche Weg.

23. Achtung: Foren im Internet

Foren im Internet sind ein beliebtes Spielfeld und können hilfreich sein - sie müssen es aber nicht. Wir stellen immer wieder fest, dass viel (alle?) Hersteller und auch Verkäufer aktiv teilnehmen und in die Meinungsbildung eingreifen. Eine Meinung eines Unbekannten zu übernehmen ist zwar einfach, aber hilft sie wirklich weiter? Unser Tipp: übernehmen Sie nie ungeprüft die Meinung von jemanden den Sie nicht kennen. "Man weiß ja nie wer dran ist".

24. Das Spiel mit der Angst

In unserer Gesellschaft wird gerne mit der Angst der Menschen Geschäft gemacht. (siehe z. B. Versicherungen).  Auch manche Ofenverkäufer spielen damit. Praktisches Beispiel: "ein Kunde möchte gerne einen Speicherkaminofen mit ca. 500 kg kaufen ist sich aber unsicher ob sein Estrich hält. Er geht zu einem unserer Kollegen, der natürlich nichts eiligeres zu tun hat, als diese Angst zu bestätigen, (s)eine angeblich bessere Alternative anzubieten und das Geschäft in seinem Sinne abzuschließen". Nun dagegen ist grundsätzlich nichts zu sagen - es ist halt eine Strategie. Denn was hätte er davon gehabt, wenn er gesagt hätte, dass deutsche Normestriche mindestens 2 000 kg/ qm tragen können, oder dass es sich um eine statische Belastung handelt und nicht um eine dynamische. Nichts!  Was folgern wir daraus?  Nicht immer handelt es sich bei dem was ein Verkäufer sagt um nachprüfbare Fakten.  Lassen Sie sich deshalb nicht gleich ins Boxhorn jagen - es gibt für alles eine Lösung wenn sie etwas wirklich wollen.

25. Achtung "Schnnäppchen Pelletsofen"

Pelletsöfen sind keine Scheitholzöfen!  Im Gegensatz zu den fast wartungsfreien Scheitzholzöfen handelt es sich bei modernen Pelletsöfen um hochkomplexe, mit elektronischen Steuerungen ausgestattete High-Tech Heizgeräte, die teilweise mittels Fernbedienung bedient werden können. Hüten Sie sich vor dem Kauf, wenn Sie keine Möglichkeit haben das Gerät ausgiebig zu testen. Ganz besonders hellhörig sollten Sie werden, wenn Ihnen Argumente entgegengebracht werden, wie "der ist besonders leise", oder "der kann alles" - oder noch interessanter: "wir haben keinen Pelletsofen angeschlossen", oder "können wir gerne bestellen, haber wir aber nicht in der Ausstellung". In solchen Fällen wird u.E. nur versucht das vermeintlich schnelle Geschäft mit Pellets mitzunehmen ohne dem Kunden die Gelegenheit zur ausführlichen Meinungsbildung zu ermöglichen. Bei Pelletsöfen ist es außerdem wichtig darauf zu achten ob er für Mehrfachbelegung geeignet ist. Dies bedeutet, dass neben diesem Ofen weitere angeschlossen werden können.

26. Verbrauchermessen

Auf Messen kann man, muß man aber nicht zwangsläufig, günstig einkaufen. Gerade spezialisierte Messeverkäufer sind äußerst geschickt den Kunden zu einer Unterschrift zu veranlassen, denn nur darum geht es. Wenn dann noch beide Ehepartner unterschreiben wird auf Vertragserfüllung bestanden oder es ist eine saftige Abstandssumme fällig. Ein Messeverkäufer hat nur wenig Zeit den Kunden zu belabern. Er steht unter enormen Druck und verspricht meist Dinge, die nicht oder nicht so eingehalten werden. In den seltesten Fällen macht der Kunde auf Messen wirklich ein Schnäppchen. Natürlich gibt es auch sehr seriöse Anbieter, aber wir empfehlen: seien Sie wachsam, glauben Sie nicht alles und vertrauen Sie Ihrem gesunden Menschenverstand.
Durch das Internet haben Sie im Übrigen die Möglichkeit,  24 Stunden am Tag und an 365 Tagen im Jahr, sehr viel entspannter einzukaufen als auf einer Messe.

27. Billige Öfen

Wir werden immer gefragt, wo denn die Unterschiede zwischen einem "Billig-Ofen" und wirklicher Qualitätsware liegt. Die ehrliche Antwort: zunächst keiner - beide Öfen machen warm. Der Unterschied wird  erst deutlich, wenn der Ofen in Betrieb genommen wird und sich bewähren soll. Diese Bilder wurden ca. 1 Jahr nach dem Kauf aufgenommen.(Kundenfotos) - Die Kundin besitzt übrigens jetzt, nachdem sie den alten Ofen entsorgte, einen M3 von Lotus.

Baumarkt Ofen Billig Ofen nach 1 Jahr
Billig Ofen nach 1 Jahr Billig Ofen nach 1 Jahr
Nobilis Kacheln Im Gegensatz dazu den Nobilis Kaminofen von Cera. Der stand 8 Jahre bei uns im Wohnzimmer und wurde regelmäßig betrieben. Pro Jahr verheizten wir etwa 4 Festmeter Holz. Das Foto stammt von 2009. Bis dahin wurde nur die Prallplatte getauscht.


28. Die "Ja-Methode"

Geschulte Verkäufer nützen diese Methode um Sie schlicht und einfach dazu zu bringen, einen Vertrag zu unterzeichnen obwohl Sie das gar nicht vorhatten. Durch eine geschickte Gesprächsführung entlockt er Ihnen ständiges Nicken und "Ja-sagen". Man könnte das mit einer Art Gehirwäsche verglichen. Durch die ständige Zustimmung vergessen Sie im Grunde das was sie wollen und unterliegen vollkommen dem Einfluß des Verkäufers. In diesem Zustand könnte er Ihnen 2 Paar Schuhe verkaufen obwohl Sie eigentlich einen Ofen wollen.  Bei zwei Gesprächspartnern steigen seine Chancen um 100 %, denn einer ist ganz bestimmt für diese Methode empfänglich. Wenn jetzt das Produkt auch dem entspricht was Sie wollen ist dagegen im Grund nichts einzuwenden - aber wenn nicht?  Nun dann erhalten Sie halt statt Speckstein, Kacheln als Verkleidung oder statt grüne Kacheln rote. Wenn Sie das nicht wollen, gibt es einen kleinen Trick:  Nein-denken und nein-Sagen. Dann wird der Verkäufer relativ schnell aufgeben. Auch wenn Sie wissen was Sie wollen und Sie das vertreten hat er meist keine Chance. Oft wissen solche Verkäufer vom Produkt nicht mehr als Sie. Traurig aber wahr.


29. Fliesen am Kamin sind funktional und unterstützen die Raumgestaltung

Für viele Menschen ist ein Kamin oder Kaminofen im Wohnzimmer die Erfüllung eines Traums. Das flackernde Feuer und die verströmte Wärme erzeugen ein Wohlfühlatmosphäre und versprechen Romantik in den eigenen vier Wänden. Doch bevor es so weit ist, sollte bedacht werden, dass ein Kamin oder eine andere Ofenart, die mit offenem Feuer arbeitet, einen feuerfesten Untergrund in der nahen Umgebung benötigt. Vor allem der Bereich direkt vor der Öffnung ist zu schützen, da hier schnell Glut herausfallen kann. Im besten Fall hinterlässt dies nur einen hässlichen Brandfleck auf Teppich, Parkett oder Laminat. Um dem vorzubeugen, sollte an den gefährdeten Stellen ein feuerfestes Material auf dem Boden angebracht werden.

Hier sind die Möglichkeiten vielfältig. Eine verbreitete Variante ist die Auflage einer Metall- oder Glasplatte auf dem bestehenden Bodenbelag. Dies ist schnell umgesetzt und erfüllt die Anforderungen. Der Nachteil ist, dass diese Konstruktion nicht mit dem Boden abschließt. An den entstehenden Kanten kann man sich stoßen oder hängen bleiben, was ein gewisses Verletzungsrisiko in sich birgt. Außerdem sammelt sich darunter Dreck an, der nur schwer zu entfernen ist. Eine elegantere Möglichkeit eines feuerresistenten Belags bietet eine Bodengestaltung mit Fliesen und Fliesendekor.

Fliesen sind leicht zu reinigen und sehen schön aus 

Die Vorteile einer gefliesten Bodenfläche vor dem Ofen oder Kamin übersteigen Kosten und Aufwand um ein vielfaches. Wird der bestehende Bodenbelag auf gefräst und dann die Fliesen darin verlegt, erhält man einen versiegelten Boden, der mit dem Rest des Belags bündig abschließt. Dabei muss natürlich darauf geachtet werden, dass die Fliesenplatten inklusive Kleber genau die Höhe des bestehenden Belags haben. So entsteht eine sehr belastbare Fläche, die zudem einfach sauber zu halten ist.

Ein weiterer Vorteil der Bodengestaltung mit Fliesen ist die große Auswahl an Farben und Designs. Dadurch ist es möglich, die für jede Inneneinrichtung und zum Kamin passenden Fliesen zu finden. Zudem können sie auch sehr schön und dekorativ aussehen, wenn nicht nur der Boden um den Ofen mit Fliesen gestaltet wird, sondern auch die Wände dahinter, auch um Rußbildung an der Wand zu verhindern oder auf einer gemütlichen Sitzbank, die zum Ofen gehört. So können Sie mithilfe der passenden Fliesen ein harmonisches Gesamtkonzept entwickeln, das Eleganz mit einem hohen praktischen Nutzen verbindet.

30. Ausstellungsöfen sollten Sie sich vor dem Kauf immer erst ansehen

Ausstellungsöfen sind Präsentationsobjekte und dienen dem Zweck ein Modell in Natura zu erleben. Meist stehen die Öfen ein halbes Jahr oder länger in den Ausstellungen. Sie werden ausgepackt, in die Ausstellung transportiert und aufgebaut. Kunden fassen sie an, bewegen die Türe und testen den Ofen. Ausstellungsöfen verstauben, werden wieder gereinigt, manchmal werden sie leicht zerkratzt oder sogar beschädigt. Die Oberflächen leiden,die Dichtungen fransen duch das ständige Öffnen der Türe aus.Werden sie verkauft, erfolgt der Abbau, die Neuverpackung. Ein Ausstellungsofen geht also durch sprichwörtlich viele Hände. Mein Rat: bevor Sie einen Ausstellungsofen erwerben sollten sie sich das gute Stück wirklich ausführlich ansehen und begutachten. Erst wenn sie völlig sicher sind und alle Mängel kennen sollten Sie ihn kaufen. Ein gebrauchtes Auto kauft man ja auch nicht ohne es zu sehen.

31. Preisvergleiche

Gegen Preisvergleiche ist grundsätzlich nichts einzuwenden. Manchmal kann man sicher auch sparen. Aber, was immer verwirrend ist und letztlich nichts bringt, ist, wenn man ein billigeres Angebot eines Händlers kopiert und benutzt um den Händler vor Ort zu „erpressen“. Letztlich ist diese Form des Preisvergleiches ja nichts anders. Ich fragte mich schon lange, warum das überhaupt gemacht wird. Mittlerweile glaube ich, dass die Antwort ganz einfach ist: Angst bzw. Suche (Sucht) nach Sicherheit.
Man will die Sicherheit des „billigen Preises“ bzw. die Gewissheit„nicht zu teuer zu kaufen“ (ich weiß nicht ob das überhaupt geht) und die Produktsicherheit der Gewährleistung im Fall des Falles. Die Spitze ist, wenn man sich beim Händler vor Ort erkundigt und beraten läßt, bei einem anderen, billigeren Händler kauft und dann, wenn der Ofen Probleme macht, wieder zum Händler vor Ort zurückkehrt und auf Unterstützung pocht. Das ist schon ganz schön frech. Ich würde eine solchen Kunden dorthin schicken wo er den Ofen gekauft hat. Denn dort entstand der Handelsvertrag.
Ich weiß, so wie man in den Wald hineinruft, so schallt es zurück. Und wenn ich jemanden ausnütze, werde ich letztlich auch ausgenützt werden. Das ist so und wird immer so sein. Das muß nicht immer in der gleichen Situation geschehen. Es ist ein Lebensprinzip. Ich finde leben und leben lassen ist hier die beste Vorgehensweise. Wenn Sie schon die Preise vergleichen wollen dann tun Sie das für sich. Händler gegeneinander ausspielen wollen ist die allerschlechteste Strategie und unfair.