Einige von Ihnen haben es vielleicht schon gehört:
Für Kaminöfen und Heizeinsätze gilt eine neue europäische Prüfnorm – EN16510.
Damit ändern sich teilweise technische Angaben, die beim Kauf oder Einbau eines Kaminofens wichtig sein können. Viele Menschen sind verunsichert. Deshalb erklären wir hier verständlich, was sich wirklich ändert – und was Sie als Privatkunde beachten sollten.
Warum gibt es eine neue Norm?
Die EN16510 ersetzt die bisherigen Normen:
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EN 13240 (freistehende Kaminöfen)
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EN 13229 (Heizeinsätze)
Ziel der neuen Norm ist es, europaweit einheitliche, modernere und strengere Prüfverfahren einzuführen.
Hersteller dürfen neue Geräte nun ausschließlich nach EN 16510 auf den Markt bringen.
Für Sie besonders wichtig:
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Bereits produzierte Geräte nach alter Norm dürfen weiterhin verkauft und eingebaut werden.
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Diese Geräte behalten ihre bisherigen technischen Angaben.
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Es entsteht also kein „Bestandsproblem“ für bestehende Anlagen.
Was verändert sich mit der neuen Norm?
Durch modernisierte Prüfaufbauten und Messverfahren ergeben sich bei neu geprüften Geräten teilweise andere technische Werte als bisher.
1️⃣ Brandschutz und Abstände
Hier gibt es die sichtbarsten Änderungen:
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Neue Vorgaben zu Abständen nach vorne und zur Seite
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Die Strahlungswärme vor der Scheibe wird anders bewertet
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Dämmstoffdicken und Abstände innerhalb der Heizkammer können sich ändern
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Teilweise wird bei Heizeinsätzen ein zusätzliches Konvektionsblech erforderlich
Das betrifft vor allem die Planung beim Einbau.
2️⃣ Abgaswerte
Auch hier kann es Unterschiede geben:
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Abgastemperaturen können höher oder niedriger ausfallen
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Der Abgasmassenstrom verändert sich bei manchen Geräten
Folge:
In seltenen Fällen kann eine Schornsteinberechnung heute anders ausfallen als früher.
Gerade bei bestehenden Schornsteinen ist daher eine aktuelle Berechnung durch den Fachbetrieb sinnvoll.
Warum sorgen die neuen Abstände dF und dL für Diskussionen?
Besonders viel Aufmerksamkeit erhalten derzeit die neuen Abstandsangaben:
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dF = Abstand vor der Front
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dL = seitlicher Abstand an der Front
Diese Werte geben an, ob sich im jeweiligen Bereich brennbare Materialien befinden dürfen.
Ganz wichtig:
Wenn ein Abstand gefordert wird, darf im betreffenden Bereich kein brennbarer Boden- oder Wandaufbau vorhanden sein.
Das betrifft beispielsweise:
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Laminat
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Parkett
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Holzunterkonstruktionen
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ähnliche brennbare Materialien
Und wichtig zu wissen:
Eine Glas- oder Metall-Funkenschutzplatte reicht in diesem Fall nicht aus, um den Boden als „nicht brennbar“ gelten zu lassen.
Die gute Nachricht
Viele Produkte benötigen diese zusätzlichen Abstände nicht oder erfüllen die Anforderungen so, dass sie weiterhin problemlos eingebaut werden können.
Hier lohnt sich eine gezielte Beratung.
Was bedeutet das für Ihren Kauf oder Einbau?
Für die meisten Haushalte ändert sich wenig. Dennoch sollten Sie Folgendes beachten:
✔️ Fragen Sie beim Kauf, ob das Gerät bereits nach EN16510 geprüft ist.
✔️ Achten Sie besonders auf die neuen Abstandsangaben – vor allem bei brennbaren Böden oder Wandmaterialien.
✔️ Lassen Sie bei Unsicherheit eine aktuelle Schornsteinberechnung durchführen.
✔️ Sprechen Sie frühzeitig mit Ihrem Ofenbauer oder Schornsteinfeger.
Gerade in der Planungsphase lassen sich so spätere Überraschungen vermeiden.
Fazit
Die neue EN16510 bringt modernere, europaweit einheitliche Prüfbedingungen – und dadurch teilweise veränderte technische Angaben.
Für viele Haushalte bleibt dennoch alles wie gewohnt.
Wichtig ist vor allem:
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die neuen Abstandsregeln
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mögliche Änderungen bei Abgaswerten
Mit fachkundiger Beratung bleibt der Einbau weiterhin sicher und unkompliziert.
Wir halten Sie selbstverständlich über alle Neuerungen auf dem Laufenden.
Viele Grüße
Ihr Team von Ofen-und-Herd.de

